Liebfrauenschule Sigmaringen Gymnasium & Realschule
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Frankreich

 

Chaource: eine Gemeinde mit gerade einmal 1.105 Einwohnern in der Champagne, rund 200 km südostlich von Paris. Bekannter als der Ort selbst ist der gleichnamige Käse... Wie sind wir denn ausgerechnet auf dieses kleine Nest gestoßen? Ganz einfach - an der dortigen Gesamtschule, dem Collège Amadis Jamyn, ist eine überaus engagierte Deutschlehrerin am Werk: Verena Linder, aus Krauchenwies stammend, hat am Lize ihr Abitur gemacht. Sie war es, die vor rund drei Jahren auf uns zukam und das Austauschprogramm anstieß. Im kommenden Oktober werden nun zum dritten Mal Neuntklässler des Lize aus allen drei Schularten Chaource und Umgebung erkunden. Ende November findet der Gegenbesuch aus Frankreich statt. Nicht nur Schülerfreundschaften entstanden bereits aus diesem Austauschprogramm - auch das betreuende Lehrerteam, bestehend aus Verena Linder und Nicolas Hascher sowie aus Regina Herre und Verena Catania, versteht sich prächtig. Alle Beteiligten profitieren von einem abwechslungsreichen Austauschprogramm, bei dem interessante Orte (Troyes, Paris, Stuttgart) und länderspezifische Besonderheiten (Schulleben, Familienleben, Freizeitaktivitäten) entdeckt werden können!

Austausch 2012

Frühling mit Franzosen

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25 Schülerinnen und Schüler der Liebfrauenschule ließen sich auf das diesjährige Abenteuer Frankreich ein und machten sich am 12. März mit ihren Lehrerinnen Lela Buder und Martina Reichle auf den Weg nach Guéret im Département Creuse in Zentralfrankreich zum Austausch 2012.

Zehn unvergessliche Tage verbrachten sie dort gemeinsam mit ihren französischen Austauschpartnern, mit denen sie den Unterricht im Lycée Pierre Bourdan besuchten und dabei erleben konnten, dass Schule in Frankreich etwas ganz Anderes ist als in Deutschland. Nicht nur die Länge des Schultags, auch die anderen Methoden im Unterricht lassen nun den eigenen schulischen Alltag in ganz anderem Licht erscheinen.

 

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Auf dem Programm standen aber auch mehrere Ausflüge. Beispielsweise wurde in Aubusson die berühmte Teppichwebmanufaktur besichtigt oder in Bourges die große gotische Kathedrale und die Altstadt. Besonders aufwühlend war der Besuch von Oradour sur Glane, dem kleinen Dorf, das 1944 von einer SS-Einheit vollkommen zerstört wurde und dessen Einwohner alle ermordet wurden. Dokumentationszentrum und Erinnerungsstätte zeigten den Schülern den traurigen Teil der deutsch-französischen Vergangenheit und machten ihnen deutlich, wie wichtig der Beitrag der nachfolgenden Generationen für den Frieden in Europa ist. Dass gerade sie selbst durch ihr Interesse am Leben im Nachbarland, durch ihre Freude am Austausch einen ganz wesentlichen Teil dazu beitragen, wurde ihnen im Laufe der zehn Tage immer deutlicher.


Der spannendste Teil der Reise war das Leben in der anderen Familie. Natürlich war es nicht immer einfach: Nicht immer konnte man alles verstehen, nicht immer wurde man verstanden. Andere Gewohnheiten, andere Kultur, andere Lebensweise - das stellt auch hohe Anforderungen an Anpassungsbereitschaft, Offenheit und Toleranz. Doch alle Familien zeigten ihre große Gastfreundschaft und taten alles, damit die Deutschen sich wohlfühlten.

 

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Als beim Abschied reichlich Tränen flossen und der Bus erst mit großer Verspätung abfahren konnte, zeigte sich überdeutlich, wie sehr sich die Austauschpartner bereits in diesem ersten Teil des Programms angefreundet haben. Voller Ungeduld warteten deutsche und französische Schüler nun auf den zweiten Teil, wenn im Mai die Franzosen an die Liebfrauenschule kommen würden.

 

 

Nadine Ehret und Janina Dreher


Im Mai kamen sie dann endlich, unsere sehnsüchtig erwarteten Franzosen! Sie wurden mit großem Jubel begrüßt und mit einem Abendessen in den Familien in Empfang genommen.


Wir hatten überraschend gutes Wetter und die Franzosen fühlten sich ganz offen-sichtlich wohl bei uns. Wie in Frankreich gab es auch in Deutschland viele spannende Ausflüge. Ein Höhepunkt war unser gemeinsamer Ausflug nach Stuttgart. Nach einer bereichernden Erfahrung im Mercedes-Benz-Museum (gegen alle Vorurteile interessierten sich auch die meisten Mädels sehr wohl für die Autos) machten wir noch eine anstrengende, aber interessante Stadtführung. Schließlich war es auch für uns Deutsche wichtig, unsere Landeshauptstadt kennen zu lernen.

 

Anschließend hatten wir aber auch noch Freizeit, um etwas zu essen, einzukaufen oder einfach nur zum Ausruhen. Ein weiteres Ziel - für unsere Franzosen - war die Bodenseewasserversorgung in Sipplingen und Konstanz.


Natürlich war das längst nicht alles. Beim Baden, Filzen und Klettern hatten wir jede Menge Spaß miteinander. Wir backten Dennetle und zeigten den Gästen unsere Stadt. Selbst der Bürgermeister empfing sie im Rathaus.


Diese wertvolle Zeit mit unseren Austauschpartnern krönten wir mit einem gelunge-nen Abschiedsfest, bei dem viel getanzt und gelacht wurde.


Bei der Abreise flossen dann wieder die Tränen und selbst der Himmel weinte. Es goss in Strömen, trotzdem hatten Lehrerinnen und Busfahrer große Mühe, unsere Corres endlich in den Bus und uns in den Unterricht zu kriegen.


Abschließend können wir nur sagen, dass der Austausch eine bereichernde Erfah-rung war und wir es für wichtig halten, diese Tradition am Leben zu halten.


Jan Link und Sebastian Kraus

 

Austausch2011

Wie in jedem Jahr fand auch heuer der Schüleraustausch zwischen dem Lycée Pierre Bourdan in Guéret und der Liebfrauenschule statt. 23 SchülerInnen aus dem Gymnasium und der Realschule nahmen daran teil.

 

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Zunächst brachten uns die Franzosen strahlenden Sonnenschein nach Sigmaringen! Gespannt erwarteten wir unsere Corrès am 4. April, um mit ihnen eine tolle Zeit zu verbringen. Wir machten einige schöne Ausflüge, wie z. B. den Tagesausflug nach Ulm. Wir besichtigten die Stadt und kletterten auf den höchsten Kirchturm der Welt. Neben einem weiteren Ausflug der Franzosen nach Stuttgart standen vor allem gemeinsame Tätigkeiten wie Filzen, Schwimmen und Klettern auf dem Programm. Und natürlich gingen wir miteinander in die Schule, denn die Franzosen sollten ja vor allem auch den deutschen Alltag erleben. Bei einem für den April unüblichen Sommerwetter verging die Zeit wie im Fluge. Heulend stiegen die Gäste nach zehn Tagen wieder in ihren Bus und heulend winkten wir ihnen nach, freuten uns aber gleichzeitig schon auf die Zeit in Frankreich. J
Gleich nach den Osterferien bestiegen wir dann selbst den Bus nach Guéret. Das kleine Städtchen ist die Hauptstadt des Departements Creuse in der Region Limousin in Zentralfrankreich. Nachdem die 11- stündige Fahrt überstanden war, trafen wir endlich (nach zwei langen, langen Wochen) unsere Austauschpartner wieder! Mit Bisous wurden wir nicht nur von unseren Corres, sondern von der ganzen Familie begrüßt.


Auch hier warteten viele interessante und lehrreiche Ausflüge auf uns. Der Besuch in Oradour, einem Dorf, das im 2. Weltkrieg von der SS zerstört worden ist, war natürlich sehr bedrückend, aber auch eindrucksvoll. Und natürlich gab es auch erholsamere Programmpunkte, wie den Stadtbummel in Limoges, den Nachmittag im Wolfspark oder auch die Stadtführung in Collonges la Rouge, einem Dorf, in dem alle Häuser aus rotem Sandstein gebaut sind und in der Sonne herrlich leuchten. In einer alten Ziegelei lernten wir nicht nur das alte Handwerk der Ziegel- und Backsteinherstellung kennen, sondern wir konnten beim Töpfern auch unserer eigenen Kreativität freien Lauf lassen. Wir stellten Tongefäße mit sehr kunstvoll verzierten Deckeln her. Vor allem aber lernten wir auch das französische Schul- und Alltagsleben kennen, was eine sehr interessante Erfahrung war.


Nach zehn wundervollen Tagen bei grandiosem Wetter war es dann leider doch wieder soweit, wir mussten uns verabschieden. Doch hoffentlich nicht für immer!!

 

Laura Eberhard und Laura Fritz

2017-09-14 15:04:12
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