
Fairtrade School
Nachhaltigkeitswoche

Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitswoche waren in den vergangenen Tagen viele Klassen unterwegs, um Bio-Bauernhöfe kennen oder Ökosysteme schützen zu lernen.
Die G8a besuchte das Haus der Natur in Beuron und bekam einen spannenden Einblick ins Ökosystem einer Streuobstwiese. Sie lernten, welche Pflanzen- und Tierarten dort leben und welche Bedeutung traditionelle Obstwiesen für Artenvielfalt und Landschaftspflege haben.

Praktisch tätig wurden die Jugendlichen beim Veredeln von Apfelbäumen: Unter Anleitung durften sie selbst Veredelungsschnitte anbringen und so direkt erfahren, wie neue Apfelsorten entstehen und erhalten werden. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Frühstück mit regionalen Produkten. So konnten die Schüler*innen ökologische Zusammenhänge nicht nur sehen, sondern auch schmecken.

Die A8a besuchte den Ziegenhof in Winterlingen-Harthausen und verbrachte dort einen sowohl informativen, als auch einfach herzerweichenden Vormittag. Die Schüler*innen erfuhren viel über die Unterschiede zwischen konventioneller und der Bio-Landwirtschaft und über die Haltung und Pflege von Ziegen. Highlight war eindeutig das Füttern der Tiere, vor allem der unzähligen kleinen Zicklein, die die Mädels und Jungs neugierig umringten und sich sogar auf den Arm nehmen ließen. Zu guter Letzt durfte dann noch jeder durch kräftiges Schütteln eines kleinen Glases voller Rahm eigene Butter herstellen und diese auf einer Scheibe Brot verköstigen.

Ein herzliches Dankeschön an alle Einrichtungen, die unsere Schüler*innen in den vergangenen Tagen besuchen durften und vor allem an Katrin Hader-Kunzmann, die als Leiterin des AK Ökofair diese Riesenprojektwoche auf die Beine gestellt hat!

150 SchülerInnen der J1, A11, R10 und G10 haben gemeinsam das Klassenzimmer gegen Hörsaal und Forschungsfabrik der Hochschule Albstadt-Sigmaringen getauscht, um in die Welt der Life Sciences einzutauchen.
Bei Vorträgen von den Professoren M. Schmid, D. Drissner und A. Maier-Nöth und später bei praktischen Experimenten erfuhren sie Spannendes zum Thema „gesunde und sichere Lebensmittel – nachhaltig verpackt“ . Dabei ging es um nachhaltige Verpackungen, die Sicherheit von Lebensmitteln und den Einfluss der Wahrnehmung auf den Geschmack.
In der Pause konnten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Foodsharing-Angebots auf niederschwellige Weise erfahren, dass viele Lebensmittel oft deutlich länger haltbar sind als angenommen. Dies bot einen praktischen Zugang zum bewussten Umgang mit Ressourcen und zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung.
Im Anschluss vertieften die Teilnehmenden ihr Wissen in verschiedenen Workshops. Dabei erhielten sie Einblicke in den aktuellen Forschungsstand zu nachhaltigen Verpackungslösungen, zur Lebensmittelsicherheit sowie zu gesunder Ernährung und Sensorik – insbesondere mit Blick auf die Zielgruppe Jugendlicher.
Außerdem durften sie bei einem Campus-Rundgang Einblick in das Leben an der Hochschule nehmen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Prof. M. Schmid für die Ermöglichung und Organisation dieses Schulvormittags der anderen Art sowie bei allen Beteiligten.

Die sechsten Klassen des Gymnasiums vertieften in der Nachhaltigkeitswoche das Thema nachhaltige Kleidung, so dass bei einer selbst organisierten Kleidertauschbörse Second-Hand-Kleidung anprobiert und mitgenommen werden konnte.

Die A9b unternahm zusammen mit der R8b einen informationsreichen und interessanten Ausflug zu Rapunzel bei Memmingen.

Carla aus der A9b schreibt:
"Als erstes bekamen wir eine Einführung mit den Grundinformationen zu fairem Handel, ökologischem Anbau und zur Entstehungsgeschichte von Rapunzel. Danach haben wir eine Führung über das Gelände bekommen und durften das Museum erkunden.
Gegen Ende gab es ein leckeres Mittagessen. Die letzte Stunde vor der Abreise hatten wir ein bisschen Freizeit und die Möglichkeit, im Laden von Rapunzel tolle, hochwertige Biolebensmittel und leckere Snacks für die Rückfahrt zu kaufen. Wir bekamen sogar Rabatt!
Alles in allem war das ein sehr interessanter und schöner Ausflug, bei dem man viel dazulernen konnte.
Ein großes Dankeschön an Rapunzel, dass wir vorbeikommen durften und an Frau Hader-Kunzmann, die alle Ausflüge in der Öko-fair-Woche an unserer Schule organisiert hat."

Die G9 und weitere Klassen besuchten den Rinderhof Fröhliches Albrind in Bingen-Hochberg.
Lena Ehrhardt aus der G9 schreibt:
"Dort begrüßte uns Stephanie Fröhlich und erklärte uns, dass man von der Erdoberfläche nur sehr wenig für die Ernährung der vielen Menschen auf dieser Welt nutzen kann, zum Beispiel da viele Flächen versiegelt, also zugebaut sind.
Danach durften wir zu den Kühen. Wir haben versucht, sie zu streicheln und haben sie mit Silage gefüttert. Der Kontakt zu den Tieren hat uns gut gefallen. Besonders niedlich waren die beiden jungen Kätzchen, die auf der Wiese daneben tobten.
Später haben wir uns in Gruppen mit verschiedenen Themen beschäftigt: dem Kreislauf vom Mist zu Pflanzen, die die Kühe wieder fressen können; den verschiedenen Haltungsformen der Nutztiere (der Hof der Fröhlichs hat Haltungsform 5, es handelt sich dabei um eine Biohaltung, bei der die Kühe auf die Weide dürfen) und mit Lieferketten und dem Unterschied zwischen regional produziertem Fleisch und dem aus südlichen Ländern.
Dabei wurde uns klar, dass es die Natur von Rindern ist, Gras zu fressen und nicht Soja und Weizen. Der Höhepunkt war es, als Stephanie die Rinder auf die große Weide gelassen hat. Man hat den Tieren angemerkt, wie sehr sie sich gefreut haben und das hat auch uns gefallen.
Wir hatten eine sehr spannende Zeit und wissen jetzt ganz genau, wie es bei glücklichen Kühen aussieht."
Let us talk fair

Der Fairtrade Landkreis Sigmaringen lud kürzlich zu „Let us talk fair“ ein - zu spannenden Vorträgen und einer Podiumsdiskussion zum Thema Fairtrade.
Nach einem einführenden Referat von Dr. Alemazung, aus Kamerun stammender Bürgermeister von Heubach, sowie einem Bildervortrag der Lehrerin M. Mangold, die das durch verschiedenste Projekte an ihrer Fairtrade Schule generierte Geld persönlich in Afrika investiert, fand eine von H. Brodmann moderierte Podiumsdiskussion statt. VertreterInnen der Fachhochschule Albstadt-Sigmaringen, des BUNDs, der Lenkungsgruppen Fairtrade der Städte Sigmaringen und Bad Saulgau, des Weltladens, der beiden Fairtrade Schulen Liebfrauenschule und HZG sowie Landrätin Bürkle berichteten von den verschiedensten Aktivitäten im Bereich Fairtrade im Landkreis Sigmaringen. Dabei wurde deutlich, dass bereits viel getan wird, es aber wichtig ist, das Thema Fairtrade weiter voranzubringen.
Hier die Pressemitteilung der Stadt Mengen.
Fest der Kulturen

Beim Fest der Kulturen am vergangenen Sonntag war auch die Liebfrauenschule im Rahmen der Lenkungsgruppe Fairtrade der Stadt Sigmaringen präsent.
Am gut besuchten Stand vor dem Weltladen gab es fairen Kaffee und faire „Probiererle“. Die Sigmaringer Fairtrade Schulen Lize und HZG stellten ihre Aktivitäten auf Stellwänden mit Bildern vor, außerdem gab es ein Schätzspiel, bei dem die Anzahl von Reiskörnern in einem Glas geschätzt werden sollte. Das Glücksrad hatte vor allem auf Kinder eine große Anziehungskraft: je nach gedrehter Zahl musste eine altersgemäße Frage zum Thema Fairtrade beantwortet werden. Zur Belohnung gab es fair gehandelte Bananen und/oder Schokoladentäfelchen.
Nachhaltigkeitstag
Am 28. März fand ein Nachhaltigkeitstag statt, der von der AG Lize for future organisiert und zu weiten Teilen auch von Schülerinnen und Schülern durchgeführt wurde. Die Organisation fand in Kooperation mit dem St. Ursula-Gymnasium in Freiburg statt, wo der Nachhaltigkeitstag zeitgleich stattfand.

Zukunftsforum FNL-P
Vom 7. - 8. Mai fand das zweite fnl-p-Zukunftsforum (= fair.nah.logisch.-pädagogisch.) statt, an welchem je zwei Lehrer-/innen und zwei Schüler/-innen von 12 der 14 Stiftungsschulen teilnahmen. Es handelt sich um ein Programm der Schulstiftung, das Schulen dabei unterstützt, umwelt- und klimafreundlicher zu werden.
Rezertifizierung
Das Lize darf sich nun auch die nächsten zwei Jahre Fairtrade School nennen. Dafür mussten viele Kriterien erfüllt und hohe bürokratische Hürden überwunden werden. Die Liebfrauenschule ist seit 2017 Fairtrade School und wurde nun, nach Erfüllung aller Kriterien, zum dritten Mal rezertifiziert.
Bildung für nachhaltige Entwicklung
... ist die erste Leitperspektive im Bildungsplan von Baden-Württemberg. Auf vielfältige Art und Weise versucht die Liebfrauenschule diese Vorgabe umzusetzen:
Videotext: Fairtrade School VIDEO
- Seit dem 6.12.2017 sind wir als Fairtrade-Schule ausgezeichnet.
- Wir heizen mit einer Holzpellet-Heizung und produzieren mit unseren Photovoltaikanlagen ein Viertel unseres Stroms selbst.
- In der Fairtrade- und Umwelt-AG wird die jährlich stattfindende ÖkoFair-Woche mit Wettbewerben und Vorträgen organisiert.
- In jeder Klasse sorgen die EnergiemanagerInnen für die richtige Balance zwischen Heizen und Lüften. Als Dank für ihr Engagement nehmen diese jährlich an einem tollen Ausflug teil.
- Die Liebfrauenschule engagiert sich für Kinder in Kenia und unterstützt seit dem Schuljahr 2016/17 die Arbeit der Organisationen JIAMINI und UHURU e.V.
- Wir betreiben einen eigenen Schulgarten (siehe Garten-AG).

Fairtrade hilft durch planbare Erzeugerpreise dabei, dass Kinder in Afrika und Lateinamerika zur Schule gehen können und nicht auf den Feldern den Lebensunterhalt ihrer Familien mitverdienen müssen. Das ist gelebte internationale Solidarität.









