Liebfrauenschule Sigmaringen Gymnasium & Realschule
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Menschenrechte

Menschenrechte in Burma

Vortrag von: Angela Jacobi
( Kristina Cikes und Verena Bantle R6a) 

Frau und Herr Jacobi haben eine Stiftung gegründet. Herr Jacobi ist Arzt und Frau Jacobi hat die Ausbildung zur Krankenschwester. Angela Jacobis Traum war seit ihrer Kindheit Mutter Teresa selbst zu treffen. Sie reiste nach Kalkutta, traf dort tatsächlich mit Mutter Teresa zusammen und gründete später die „Stiftung Doktor Michael und Angela Jacobi“, da sie so schockiert waren, von dem, was sie sahen:
Sie fanden Babys in Plastiktüten, die von sexuell missbrauchten Mädchen geboren wurden. 80 % der Mädchen in Kalkutta werden vergewaltigt.

Als sie nach Burma reiste, lernte sie den Bischof kennen. Burma hat sehr viele Bodenschätze (Gold; Öl; Rubine; …). Das Land dort ist sehr schön, doch man darf dort nicht in Freiheit wohnen. Burma ist aufgeteilt in mehrere Völker, die ihre eigene Sprache und Kultur haben. In Burma lebt auch ein Volk, in dem die Frauen Ringe um den Hals tragen:

burma_hals.jpg 

 

Dadurch wird der Hals der Frauen dünner und länger, das hat aber keinerlei gesundheitliche Folgen. Man musste einer Frau die Ringe abnehmen, da sie an einer Krankheit erkrankt war. Diese Frau starb an Kummer. Denn als man ihr die Ringe abgenommen hatte, fühlte sie sich entwürdigt.

Der Vater der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat gesagt: „So kann das nicht weiter gehen.“ Er hat Vertreter von jedem Volk zu sich gerufen, um zu besprechen, wie es weitergehen soll.
Er wurde deshalb ermordet zusammen mit 6 Vertrauten. Seither gibt es in Burma eine Militärdiktatur, welche die Freiheit der Menschen unterdrückt. In den Gefängnissen der Soldaten wird gefoltert; die meisten haben solch ein Gefängnis nicht überlebt.
1988 wollten die Studenten die Demokratie einführen. Sie demonstrierten friedlich gegen die Gewalt.
Die Armee hat 1000de von Studenten niedergemetzelt.
Sie wollten über die Brücke fliehen, doch die Soldaten haben sie geschnappt. Der Fluss unter der Brücke war rot vom Blut der Studenten.
Die Überlebenden wurden in ein Universitätsgebäude gebracht, dann haben sie das Gebäude vermint und samt den Studenten in die Luft gejagt. Der Boden des Klosters ist immer noch braun vom Blut.
Letztes Jahr haben Mönche eine Demonstration in safrangelben Gewändern gemacht. Um sie aus zu spionieren, haben Soldaten sich die Haare abrasiert und sich unter die Mönche gemischt.
Die Soldaten dürfen nicht auf die Mönche schießen; deshalb haben sie den Bewohnern gesagt, dass die Mönche alles zerstören wollen (Sie haben sie einer Art Gehirnwäsche unterzogen); bis die Bewohner auf die Mönche geschossen haben.
77 Mönche sind verschwunden, 3 sind ihrer Kleidung beraubt worden (das ist das schlimmste, was man einem Mönch antun kann).
Die Auszubildenden studieren nun unter Beobachtung und werden festgehalten. Das heißt sie dürfen nicht aus dem Gebäude hinaus oder mit anderen Kontakt aufnehmen. Die Straßenkinder werden eingesammelt und zu Kindersoldaten gemacht. Manchmal kommen Lastwagen angefahren; die Soldaten gehen an jedes Haus und sagen: „Entweder du gibst uns das und das Kind oder wir erschießen vor deinen Augen alle!“

Jeden Tag, den Angela Jacobi in Burma verbringt, setzt sie sich der Gefahr aus, verhaftet zu werden. Man tut ihr jedoch nicht so schnell etwas, da sie als Touristin Schutz hat. (Wenn sie einen Touristen gefangen nehmen oder sogar umbringen, dann kommen keine Touristen mehr.)
Wenn Touristen in der Nähe sind, tut man so, als ob gar nichts wäre, aber als Tourist wird man immer ausspioniert.
Als Angela Jacobi in einem Internet-Cafe auf eine deutsche Seite ging, fiel plötzlich der Strom aus. Im nächsten Internet-Cafe dasselbe.
Der, der sie ausspioniert hat, hat gesehen, dass sie auf eine deutsche Seite geht, und hat deshalb den Strom ausgeschaltet.

Bei dem großen Hochwasser haben mehr Kinder als Erwachsene überlebt. Ein Kind, das noch nicht schwimmen konnte, setzte sich auf seinen Hund, der das Kind 8 Stunden lang im Wasser getragen hat, bis er es an Land gebracht hatte. Dann ist der Hund gestorben.

Als sie und der Bischof mit dem Jeep den Berg hinabfuhren, kam ihnen ein Laster entgegen Sie hatten 2 Möglichkeiten: Entweder sie stürzen den Abhang hinunter oder sie stoßen mit dem Lastwagen zusammen. Das Rad auf Frau Jacobis Seite stieß mit dem Rad des Lastwagens zusammen.
Durch den sanfteren Aufprall wurde sie nicht sehr schwer verletzt.
Sie schickten den Lastwagen schnell weiter, denn sie wussten, wenn ein Polizist kommt, ist in seinen Augen der Lastwagenfahrer schuld.
Tatsächlich kam kurz darauf ein Polizist angefahren, im selben Moment stieg der Bischof aus dem Jeep. Als der Polizist den Bischof sah, sagte er: „Toll ein Bischof! Ich bin auch Christ.“
(Nur 1% der Bevölkerung ist christlich; und für einen Christen ist es fast unmöglich, Polizist zu werden.)
Sie hatte sehr viel Glück.
Sie geht jedes Jahr nach Burma und nach Kalkutta.
Sie hat sich eine Verzichtekasse angelegt. Diese stellt sie in ihre Speisekammer. Jedes Mal, wenn sie auf etwas verzichtet, legt sie das Geld, das sie dafür gebraucht hätte, in ihre Kasse.
Dadurch spart sie sehr viel Geld für die Kinder und den Flug. 

Amnesty International

 

logo_ai.jpgAmnesty International (engl.: „Begnadigung“, „Straferlass“) ist eine nichtstaatliche Organisation (NGO), die sich weltweit für die Menschenrechte einsetzt. Ihre Vision ist eine Welt, in der alle Menschen, ohne Rücksicht auf deren Rasse, Religion, Geschlecht und Volkszugehörigkeit, die Rechte genießen, die in der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ verankert sind.
Sie setzen sich für die Menschen ein, denen Selbstverständliches wie Freiheit, Gerechtigkeit und Würde, vorenthalten wird. Dabei recherchieren sie Meschenrechtsverletzungen, mobilisieren die Öffentlichkeit und helfen dabei, eine Welt zu erschaffen, in der Gerechtigkeit und Sicherheit vorherrschen.
Mit über 2, 2 Millionen arbeiten sie vor allem gegen Folter, Todesstrafe und Rassismus aber auch für den Schutz der Rechte von Flüchtlingen sowie von Frauen und Mädchen, um nur einige Aufgaben, die in den Tätigkeitsbereich dieser Organisation fallen, zu nennen. 1976 erhielt Amnesty International den Erasmuspreis, 1977 sogar den Friedensnobelpreis.

Ein Paar der Liebfrauenschüler haben zusammen mit anderen Schülern und Auszubildenden eine Amnesty International Jugendgruppe in Sigmaringen gegründet.
Weitere Informationen unter

http://aisigmaringen.wordpress.com 

 

Human Rights Watch

 

logo_hrw.jpgHuman Rights Watch (engl.: Menschenrechts Wache) ist eine der führenden unabhängigen Organisationen, die sich dazu verschrieben haben, Menschenrechte zu verteidigen und zu schützen. Indem sie die Weltöffentlichkeit darauf aufmerksam machen, wo menschenrechte verletzt werden, geben sie den Unterdrückten eine Stimme und ziehen die Unterdrücker für ihre Verbrechen zur Verantwortung.
Ihre drastischen und objektiven Untersuchungen und ihr strategisches, zielgerichtetes Eintreten lassen einen großen Druck für Aktionismus entstehen und erhöhen das Risiko einer Menschenrechtsverletzung. Schon seit 30 Jahren arbeitet HRW hartnäckig dafür, einen rechtlichen und moralischen Grundstein für tief greifende Veränderungen und hat dafür gekämpft mehr Gerechtigkeit und Sicherheit für die Menschen auf der ganzen Welt zu bringen.

Human Rights Watch ist eine gemeinnützige, nichtstaatliche Menschenrechtsorganisation mit weltweit mehr als 275 Mitarbeitern. Länderexperten, Anwälte, Journalisten und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachgebieten und Ländern arbeiten für Human Rights Watch.
Human Rights Watch wurde 1978 gegründet und ist bekannt für sorgfältige Untersuchungen, objektive und wirksame Berichterstattung sowie gezielte Einflussnahme auf politische Entscheidungsträger. Dies findet oft in Zusammenarbeit mit lokalen Menschenrechtsgruppen statt. Human Rights Watch veröffentlicht jedes Jahr mehr als 100 Berichte zur Menschenrechtslage in rund 80 Ländern und sorgt so für eine umfassende Berichterstattung in regionalen und internationalen Medien.

 

UNHCR-United Nations High Commissioner for Refugees

 (Der hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen)

 

logo_unhcr.jpgDer UNHCR wurde 1951 aufgrund der vielen Flüchtlinge des zweiten Weltkrieges gegründet. Die Organisation kümmert sich um Flüchtlinge auf der ganzen Welt. Sie sorgt für deren Schutz und eine dauerhafte Lösung für die Flüchtlinge. Als Folge dieser Arbeit erhielten sie 1954 und 1981 den Friedensnobelpreis.
( Link zur Homepage: http://www.unhcr.de/)

Unser persönliches Highlight des Internetauftritts war das Onlinespiel, in dem man die Rolle eines Flüchtlings einnimmt. Dieses Spiel gibt einen Einblick in das angsterfüllte Leben eines Flüchtlings auf eine spielerische Art. Es zeigt Hintergründe auf und man kann erkennen auf welche Vorurteile Flüchtlinge in ihrem neuen Heimatland stoßen.
(Link zum Spiel: http://www.lastexitflucht.org/againstallodds/

Ärzte ohne Grenzen

  
Ärzte ohne Grenzen leistet in Ländern medizinische Nothilfe, in denen die Gesundheitsstrukturen zusammengebrochen sind oder Bevölkerungsgruppen unzureichend versorgt werden. Die Aktivitäten sind dabei sehr vielfältig: Wiederaufbau und Inbetriebnahme von Krankenhäusern oder Gesundheitszentren, mobile Kliniken zur Versorgung von ländlichen Gebieten, Impfprogramme, medizinische Versorgung in Flüchtlingslagern, psychologische Betreuung, Aufbau von Ernährungszentren, Wasser- und Sanitärprojekte sowie Gesundheitsversorgung von besonders gefährdeten Gruppen (z.B. Straßenkinder, Slumbewohner). Wenn in einer Konfliktsituation die Rechte von Zivilisten mit Füßen getreten werden und ihnen Hilfe verwehrt wird, setzt sich Ärzte ohne Grenzen für diese Menschen ein. Die Organisation fühlt sich zwar den humanitären Prinzipien der Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit verpflichtet, hebt aber in Ausnahmesituationen ihre neutrale Position auf, bezieht Stellung und wird zum Sprachrohr für Menschen in Not.

Einsatz in Bangladesch:
Vor fast zwei Monaten hat der Wirbelsturm Aila Ostindien und die Küste Bangladeschs verwüstet. Über die Not der Überlebenden wird nicht mehr berichtet, dennoch ist sie nicht vorbei. Die Menschen kommen auf Grund der täglichen Überflutungen nicht zur Ruhe. Ärzte ohne Grenzen leistet in abgelegenen Dörfern im Distrikt Nord 24 Parganas freiwillig humanitäre Hilfe. Es ist eines der am meisten betroffenen Gebiete in Westbengalen.

Einsatz in Birma/Myanmar:
In Birma hat ein Zyklon die Landschaft verwüstet und viele Menschen aus ihrer Heimat vertrieben. Jetzt sind immer noch viele Gebiete überflutet. Die Ärzte ohne Grenzen sind mit mehr als 250 Mitarbeiter vor Ort. Sie haben rund 275 Tonnen Hilfsgüter verteilt und versorgen die Überlebenden der Katastrophe medizinisch. Vier Flugzeuge mit insgesamt 190 Tonnen Hilfsgütern von Ärzte ohne Grenzen sind in Myanmar/Birma gelandet. Zu der Fracht gehören Arzneimittel zur Behandlung von Malaria und Durchfallerkrankungen, ein Boot, Zelte, Plastikplanen, Sanitärausrüstungen, Wassercontainer und -pumpen sowie therapeutische Fertignahrung.

2010-03-12 16:33:06
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