Liebfrauenschule Sigmaringen Gymnasium & Realschule
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Kolping Roadshow Integration

 

Ein Truck für mehr Verständnis

Kolping Roadshow für Integration stoppt an der Liebfrauenschule

 

Für einen Unterricht der „anderen" Art stand das Kolping Infomobil, das sonst im gesamten Bundesgebiet unterwegs ist, an zwei Vormittagen den Schülern und Lehrern der Liebfrauenschule offen: Außerhalb des Klassenzimmers im Inneren eines Trucks, der mitten auf dem Schulgelände parkte, wollte die „Roadshow Integration" für das Schicksal und die Belange von Geflüchteten sensibilisieren und in dieser Aufmachung ein möglichst breites Spektrum von Schülern erreichen.

 

 

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Eingeladen wurde das Infomobil durch die Realschullehrer Regina Dötsch und Fabian Weiger besonders als Schulungsmöglichkeit für die Klassen 10 der Realschule in Vorbereitung auf die Deutsch-Abschlussprüfung zum Thema „Flüchtlinge bei uns - Aufgabe und Chance für alle Beteiligten?!" Jedoch entwickelte es sich zu einem wahren Dauerbrenner für die gesamte Schulgemeinschaft. Die bereitgestellten vielfältigen Medien sprachen einfach alle Klassenstufen an: Kinder- und Jugendbücher luden die Jüngeren zum Schmökern ein, ein Tischkicker machte durch die unterschiedliche Farbgebung der Mannschaften deutlich, dass unsere Gesellschaft bunt gemischt gut funktionieren kann; Infotafeln lieferten den Älteren detailliertes Hintergrundwissen über Flucht, Migration und Integration, kurze Filmsequenzen berichteten entweder informativ oder anschaulich, je nach Klassenstufe. Ganz besonders überzeugte das Infomobil in seiner Vorstellung von einzelnen Familien und Personen, die nach ihrer Flucht nun in Deutschland leben: Hier konnten Namen den Fotos zugeordnet werden, den Stimmen und Muttersprachen der Personen gelauscht oder Genaueres über ihre Einzelschicksale erfahren werden. Gern abstrakt bleibenden Themen wurden auf diese Weise wirklich greifbar gemacht. Konsequenterweise konnten die echten „Flucht-Taschen" untersucht werden, um herauszufinden, was Menschen auf der Flucht so mit sich nehmen.

 

Die kompetenten und sympathischen Begleitfachkräfte des Kolping Netzwerkes, Teresa Wald und Katharina Hafner, gestalteten auf Anfrage auch eine Doppelstunde an „aktivem" Unterricht mit einer Klasse und sorgten mit Rollenspielen, Diskussionen und Übungen für eine kreative Auseinandersetzung der teilnehmenden Schüler z.B. mit den Erwartungen von Geflüchteten an Deutschland oder der aktuellen Situation von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.

Beide zeigten sich nicht nur überwältigt vom Andrang am Infomobil, sondern auch von der herrschenden Atmosphäre sowie dem respektvolle Verhalten der Schüler in Auseinandersetzung mit dem Schicksal Geflüchteter. Auch gemessen an der Reaktion der Schüler war der Besuch des Infomobils ein voller Erfolg: „Man konnte endlich verstehen, wie es in der Welt der Flüchtlinge so aussieht", fasst eine Schülerin ihre Eindrücke zusammen. Gerade die Möglichkeit, durch Spiel, Spaß und „Begreifen" sich vielleicht zu öffnen, um die eigenen Vorurteile zu hinterfragen, machte das Infomobil „Kolping Roadshow Integration" zu einem echten Erlebnis.

 

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Das Kolping Infomobil ist unter der Schirmherrschaft des Kolping Netzwerkes für Geflüchtete im gesamten Bundesgebiet unterwegs. Die Aktion wird unterstützt und gefördert vom Kolpingwerk Deutschland, dem Verband der Kolpinghäuser und dem Verband der Kolping-Bildungsunternehmen sowie kofinanziert aus Mitteln des Asyl, Migrations- und Integrationsfonds der EU.

 

2018-05-14 08:57:28
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