Liebfrauenschule Sigmaringen Gymnasium & Realschule
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Exkursionen

Pressemitteilung

45 EnergiemanagerInnen ihrer Klassen bzw. Mitglieder der Solar-AG der Liebfrauenschule Sigmaringen unternahmen eine Exkursion in die Green City Freiburg, um sich in ihrem Eifer für den Klima- und Umweltschutz noch bestärken zu lassen.

Erste Station war die Muster-Solarsiedlung im Stadtteil Vauban  mit dem futuristisch aussehenden Heliotrop. Erbaut und bewohnt von Solararchitekt Rolf Disch gilt es als erstes Plus-Energiehaus der Welt. Auf einer Zentralsäule errichtet dreht es sich im Tagesverlauf mit der Sonne von Ost nach West und nachts wieder automatisch zurück. Hier kommt eine geballte Ladung ökologischer Technik zum Einsatz: Ein Fotovoltaik-Segel, Solarthermie,

3-fach verglaste Fenster, 42 cm Dämmung, Erdwärmetauscher, Pelletofen, Lüftung mit Wärmerückgewinnung sowie eine Fußboden- und Niedertemperatur-Deckenstrahlungsheizung. Das gesammelte Regenwasser wird zum Spülen und Waschen verwendet. Abfall- und Fäkalien werden geruchlos in einer Trockenkompostanlage zersetzt. Das 1994 bezogene Pilotgebäude hat seinerzeit 4,2 Mio. DM gekostet.

Die Reihenhäuser in der Solarsiedlung stehen im Abstand von 17,50m , damit die Fotovoltaik-Anlagen auf den Dächern auch am 21.Dezember nicht von den Nachbargebäuden verschattet werden. Es gibt nur schmale Spielstraßen in dem Viertel, Autos sind eher unerwünscht und werden am Rande des Wohngebiets in Tiefgaragen geparkt. Gästeführer Wolfgang Mehnert erläuterte, dass es bei 5200 Einwohnern im Vauban lediglich ca. 640 Fahrzeuge gäbe, aber 8000  Fahrräder.

Nächste Station war das Solar-Info-Center, das 45 Firmen aus dem Bereich regenerative Energien Unterkunft bietet und das über einen Duschraum für Fahrradfahrer verfügt. Danach ging es zur Wasserstofftankstelle des Fraunhoferinstituts für Solare Energiesysteme ISE. Dieses wissenschaftliche Institut beschäftigt mittlerweile über 1100 MitarbeiterInnen, seit Fukushima Tendenz stark steigend. Zum Abschluss erläuterte Frau Andera Ocker, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der Solar-Fabrik, die Situation dieses deutschen Fotovoltaikmodulproduzenten. Als Besonderheit bietet die Solar-Fabrik Module an, die beidseitig Energie erzeugen können, was besonders für vertikale Installierungen interessant sei und Indach-Module, die Dachplatten ersetzen könnten.

Die beiden begleitenden Lehrer, Martin Romer und Gerhard Stumpp hoffen, dass die EnergiemanagerInnen der Schule nun ihre Aufgaben gewissenhaft erfüllen und auf Stoßlüftung, Abschalten der Lichter nach dem Verlassen der Unterichtsräume usw. achten.

 

2013-04-10 13:26:54
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