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Bodensee Agenda 21

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Bodensee Agenda 21 - Was ist das?

Die Agenda 21 wurde im Rahmen der UNO-Konferenz in Rio 1992 beschlossen. Sie ist ein umfassender, weltweiter Problemkatalog mit Maßnahmen zur Gewährleistung einer sozial-, wirtschaftlich- und umweltmäßig nachhaltigen globalen Entwicklung im kommenden 21. Jahrhundert. Nachhaltige Entwicklung bedeutet, dass die Lebensqualität heutiger Generationen nicht zu Lasten kommender Generationen und anderer Räume geht. Eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Agenda 21 wird dabei der regionalen und lokalen Ebene zugesprochen.

 

Mit der Bodensee Agenda 21 will man die Ziele des Umweltgipfels von Rio in der Regio Bodensee grenzübergreifend konkretisieren und die Umsetzung unterstützen. Die ganze Regio Bodensee soll dafür gewonnen werden. Bei der Bodensee Agenda 21 handelt es sich um das erste internationale Agenda 21 Projekt in Europa. Es wird mit Mitteln aus dem Interreg 11-Programm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein und Schweizer Bundesmitteln gefördert.

Zeitungsartikel

 

Schüler voller Ideen für den Bodensee


Bei der Internationalen Bodenseekonferenz hat er Vorsitzende der IBK. der Vorarlberger Landeshauptmann Herbert Sausgruber, die Preisträger des Nachhaltigkeits-Wettbewerbs "Bodenseeagenda" ausgezeichnet, unter ihnen Schüler aus dem Landkreis Sigmaringen.

Durch die von der IBK initiierte "Bodenseeagenda 21" soll über die Grenzen hinweg ein Ausgleich zwischen Sozial-, Wirtschafts- und Umweltaspekten gesucht werden. Die Bodensee Agenda 21 ist das erste internationale Agenda-Projekt in Europa. Die Resonanz war sehr groß. Insgesamt sind bis zum Ablauf der Einsendefrist 231 Wettbewerbsbeiträge aus allen Mitgliedsländern und -kantonen eingegangen. Am 16. November 1999 hat eine Jury aus Vertretern der Mitgliedsländer und -kantone 54 Preisträger bestimmt und das Preisgeld von 50000 Schweizer Franken (rund 31000 Euro beziehungsweise 61000 Mark) auf diese verteilt. Die Preisträger des Wettbewerbs sind außerdem berechtigt, ihr Projekt mit dem Logo "Bodensee Agenda 21" zu versehen. Die Beiträge wurden in unterschiedlichen Klassen, je nach Größe und Art der einreichenden Institution gewertet. In die Preisgruppe 5 (1. Klasse) kamen nun die AG der Realschule Mengen ("Historische Fotoplattensammlung"), die Liebfrauenschule Sigmaringen ("Regenerative Energien/Energiesparen") und die Stadt Pfullendorf ("Schule im Wald"). Der Preisgruppe 5 (zu Klasse 2) gehören der BUND-Ortsverband Pfullendorf ("Naturerlebniswochen") und die Arbeitsinitiative in Sigmaringens Partnerstadt Feldkirch ("Arbeitsinitiative Feldkirch") an. Sie alle bekommen ihre Preise erst noch vom Tübinger Regierungspräsidenten überreicht.

 

Schwäbische Zeitung 04.12.1999

 

 

Vorbildliche Agenda-Akteure ausgezeichnet


Preisverleihung als Abschluss des Wettbewerbs Bodensee Agenda 21 in Konstanz - Insgesamt 54 Preisträger

Die nachhaltige Entwicklung der Bodenseeregion in allen Bereichen hat sich die Internationale Bodenseekonferenz (IBK) für die nächsten Jahre als Aufgabenschwerpunkt gewählt. Dieses Ziel soll mit der "Bodensee Agenda 21" umgesetzt werden. Als Start für diesen Agenda-Prozess wurde rund um den See ein Nachhaltigkeitswettbewerb ausgelobt, um im Sinne der Bodenseeagenda 21 laufende Projekte nicht nur bekannt zu machen, sondern auch auszuzeichnen. Insgesamt gingen 231 Beiträge ein, davon wurden 54 mit Preisen bedacht, neun weitere erhielten einen Ehrenpreis. Insgesamt hatte die IBK ein Preisgeld von 50000 Franken zur Verfügung gestellt.

Gewaltige Summen waren bei diesem Wettbewerb nicht zu gewinnen - die Einzelpreise bewegen sich zwischen 500 und 1000 Franken. Auch ist so manches der jetzt im Rahmen des Nachhaltigkeitswettbewerbs ausgezeichneten Projekte nicht neu, sondern läuft schon eine ganze Weile. Schließlich wurde auch beklagt, dass die Frist zwischen Auslobung und Abgabe reichlich kurz bemessen war. Dies alles, so meinen die Initiatoren, sei nicht ausschlaggebend. Mit dem Wettbewerb sollte vor allem die Bevölkerung auf die "Bodensee Agenda 21" aufmerksam gemacht werden. Auch wollte man erreichen, dass die in diesem Sinne vor Ort bereits laufenden Projekte bekannt gemacht und zusammengeführt werden, um damit die einzelnen Gruppen auch für eine langfristige Unterstützung der Ziele der Agenda zu motivieren. Insgesamt gingen 231 Wettbewerbsbeiträge ein, sie kommen von Vereinen, Verbänden, Unternehmen, Selbsthilfeorganisationen, einzelnen Bürgern, Schulen, Behörden und Kommunen aus allen Anrainerländern. Bei den Projekten ist der Begriff "Nachhaltigkeit" nicht auf Natur- und Umweltschutz beschränkt, sondern weit gefasst. Dazu gehören beispielsweise auch Arbeitsloseninitiativen und andere Projekte zur Lebenshilfe. Aus dem 231 Beiträgen hat eine Jury schließlich 54 Preisträger ausgewählt, dazu noch neun größere Firmen und Kommunen, die mit einem Ehrenpreis bedacht wurden. Alle können im übrigen künftig ihr Projekt mit dem Logo der Bodenseeagenda 21 zieren. 22 Preisträger wurden im Rahmen der Konferenz der Regierungschefs am 2. Dezember in Bregenz geehrt. Für alle anderen fand die Preisverleihung am Donnerstag in der Uni Konstanz statt. Als vorbildliche Agenda-Akteure in der Bodensee Region zeichnete sie Regierungspräsident Hubert Wicker aus.

 

Vorbildfunktion


Der Erfolg der Bodenseeagenda hänge von allen ab, so Wicker zu den Preisträgern. Ihre Idee und Intention lässt sich zum Wohl der gesamten Region nur dann umsetzen, wenn möglichst viele vor Ort sich in den Agenda-Prozess einbringen. Deshalb hätten die Preisträger durch ihren Beitrag Vorbildfunktion übernommen und hätte durch ihre Projekt gezeigt, dass es möglich ist, durch gute Ideen, Initiative und Engagement dem Gedanken der Nachhaltigkeit Gestalt zu geben. "Wir dürfen nicht leben auf Kosten der Natur, der Umwelt, der nachfolgenden Generationen", so Wicker deshalb sei Ziel dieses ersten internationalen Agenda-Projektes in Europa, in der Bevölkerung eine Bewusstseinsänderung herbeizuführen dies sei allerdings ein langer Weg.

 

Schwäbische Zeitung 11.12.1999

 

2013-03-25 16:16:22
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